Wurzelresorptionen: Klassifikation und therapeutischer Ansatz
Die klinisch entscheidende Unterscheidung zwischen interner und externer Resorption, die verschiedenen Unterkategorien der externen Resorption und ihre jeweiligen therapeutischen Ansätze, von der Überwachung bis zur Extraktion in nicht erhaltungsfähigen Fällen.
Die Wurzelresorption ist ein pathologischer Prozess, bei dem Odontoklasten fortschreitend Dentin, Zement oder beides abbauen, mit einer anatomischen Unterscheidung von primärer klinischer Bedeutung zwischen interner Resorption (ausgehend von der Innenfläche des Kanals, bei der noch vitale oder teilweise vitale Pulpa den Prozess unterhält) und externer Resorption (ausgehend von der Außenfläche der Wurzel, typischerweise ausgelöst durch eine Schädigung des Wurzelzements und des darüberliegenden Parodontalligaments durch Trauma, übermäßige kieferorthopädische Bewegung, chronische periapikale Infektion oder intrakoronale Bleichverfahren mit konzentriertem Peroxid).
Die interne Resorption, röntgenologisch erkennbar an der charakteristischen ovalen, symmetrischen Erweiterung des Kanallumens, die dessen normales Profil verzerrt, erfordert die vollständige Entfernung des für den Prozess verantwortlichen Pulpagewebes — durch konventionelle Wurzelkanalbehandlung mit besonderer Aufmerksamkeit auf die dreidimensionale Desinfektion der oft unregelmäßigen und mechanisch schwer aufzubereitenden Resorptionshöhle —, wonach der Prozess dauerhaft zum Stillstand kommt, da ihm damit die zelluläre Quelle entzogen wird, die ihn unterhält.
Die externe Resorption gliedert sich in Unterkategorien mit sehr unterschiedlicher Prognose: Die externe entzündliche Resorption (typischerweise verbunden mit Pulpanekrose und einer Kanalinfektion, die den Prozess über freiliegende Dentintubuli unterhält, behandelbar durch Beseitigung der Infektionsquelle mittels Wurzelkanalbehandlung) hat bei frühzeitiger Behandlung eine günstige Prognose; die Ersatzresorption oder Ankylose (bei der das Parodontalligament fortschreitend durch Knochen ersetzt wird, mit direkter Verschmelzung zwischen Wurzel und Alveolarknochen) ist, einmal begonnen, ein irreversibler Prozess mit fortschreitendem und unaufhaltsamem Wurzelverlust über Jahre hinweg; die invasive zervikale Resorption (eine aggressive Läsion, die in der zervikalen Region unterhalb des Saumepithels entsteht und sich intern um die Pulpa herum ausbreitet, wobei sie erst in fortgeschrittenen Stadien mit dem Kanal in Verbindung tritt) hat eine Prognose, die entscheidend vom Ausmaß der Läsion zum Zeitpunkt der Diagnose abhängt.
Der therapeutische Ansatz bei invasiver zervikaler Resorption, klassifiziert nach dem Heithersay-System anhand der zirkumferenziellen und in die Tiefe reichenden Ausdehnung, sieht typischerweise die chirurgische Freilegung der Läsion, die mechanische Entfernung des Resorptionsgewebes (oft mithilfe des OP-Mikroskops für eine angemessene Darstellung der Ränder) und die Füllung der verbleibenden Höhle mit biokeramischem Material vor — mit günstiger Prognose bei Läsionen der Klasse 1-2 nach Heithersay, jedoch deutlich zurückhaltender bei Läsionen der Klasse 3-4, die sich in der Nähe oder innerhalb des Kanalsystems ausdehnen.
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