PSA in der Zahnarztpraxis: vollständiger Leitfaden zu Schutzausrüstungen

Handschuhe, Masken, Brillen und Kittel: wie man die richtigen persönlichen Schutzausrüstungen für jede klinische und Sterilisationsphase gemäß den Filterklassen und den Referenz-EN-Normen wählt.

Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) in der Zahnarztpraxis schützen nicht nur den Behandler: Ein korrekter Einsatz reduziert auch das Risiko einer Kreuzübertragung auf den Patienten und vervollständigt den Kreis der Standardvorsichtsmaßnahmen, die die Weltgesundheitsorganisation für jeden Gesundheitskontext empfiehlt, unabhängig vom bekannten oder vermuteten Gesundheitszustand der behandelten Person. In der Zahnmedizin macht die Exposition gegenüber Blut, Speichel und von rotierenden Instrumenten erzeugten Aerosolen diese Gerätekategorie im Vergleich zu anderen Bereichen der ambulanten Medizin besonders zentral.

Für die Atemwege besteht die Hauptunterscheidung zwischen der chirurgischen Maske — einem Medizinprodukt, das hauptsächlich den Patienten vor vom Behandler ausgestoßenen Tröpfchen schützt — und FFP-Atemschutzmasken, echten persönlichen Schutzausrüstungen, zertifiziert nach der Norm DIN EN 149:2009. FFP2 garantiert eine Mindestfiltrationseffizienz von 92% und hält Partikel über 10 Mikrometer zurück, während FFP3 eine Filtrationseffizienz von 98% erreicht und Partikel bis zu 0,1 Mikrometer zurückhält; letztere ist bei Patienten mit vermuteten luftübertragbaren Erkrankungen oder bei Verfahren mit hoher Aerosolerzeugung indiziert.

Für den Handschutz müssen klinische Einweghandschuhe aus Latex, Nitril oder Vinyl den Anforderungen der Norm DIN EN 374 zum Schutz vor Mikroorganismen entsprechen, während bei der Dekontamination und manuellen Reinigung von Instrumenten robustere Handschuhe empfohlen werden, oft aus Aramidfaser oder kevlarverstärkt, die sowohl versehentlichen Schnitten durch scharfe Instrumente als auch dem Kontakt mit konzentrierten Desinfektionslösungen standhalten können. Für Augen und Gesicht schützen Polycarbonatbrillen mit seitlichem Schutz oder Spritzschutzvisiere vor Blut-, Speichel- und Abdruckmaterialspritzern, ein oft unterschätztes, aber häufiges Risiko während der Entfernung organischer Rückstände von Instrumenten vor der Sterilisation.

Kittel schließlich müssen entsprechend der vorgesehenen Risikoart gewählt werden: solche aus Vliesstoff (TNT), zertifiziert nach den Normen EN 14126 und ISO 16604, bieten eine angemessene Barriere gegen Blut und biologische Flüssigkeiten und sind für den Einwegverbrauch konzipiert, wodurch Kreuzkontaminationsrisiken durch die Wiederverwendung traditioneller Stoffkleidung vermieden werden. Die Wahl und Wartung der PSA ist nicht nur eine Frage der gesetzlichen Konformität (D.Lgs 81/2008 und D.Lgs 475/1992): Sie ist integraler Bestandteil der Sicherheitskultur der Praxis und sollte als solche in die regelmäßige Schulung des gesamten Personals einbezogen werden, nicht nur derjenigen, die die klinischen Verfahren direkt durchführen.

Bei Oralzon finden Sie das gesamte Sortiment an persönlichen Schutzausrüstungen für die Zahnarztpraxis, von zertifizierten FFP2- und FFP3-Masken bis zu klinischen und Dekontaminationshandschuhen, bis hin zu Brillen, Visieren und Einwegkitteln, die den Referenz-EN-Normen entsprechen.