Derselbe Artikel kostet in jedem europäischen Land anders, und niemand vergleicht

Der europäische Markt für Dentalbedarf ist rechtlich einheitlich und kommerziell zersplittert. Dasselbe Produkt desselben Herstellers hat je nach Vertriebsland unterschiedliche Preise.

Die Gründe sind struktureller Art: nationale Vertriebsnetze, Gebietsexklusivverträge, unterschiedliche Mengen, und Preislisten, die an der örtlichen Kaufkraft ausgerichtet sind statt an den Herstellkosten.

Das Ergebnis: Man kauft zum Preis des eigenen nationalen Marktes, ohne zu wissen, was der Preis anderswo ist, und ohne einen einfachen Weg, es herauszufinden.

Das Problem ist nicht das Fehlen von Alternativen, sondern der Aufwand, sie zu suchen. Einen Lieferanten in einem anderen Land zu finden heißt: ihn ausfindig machen, klären, ob er an ausländische Gewerbetreibende liefert, Konditionen prüfen, Datenblätter übersetzen, Korrespondenz in einer anderen Sprache führen.

Dieser Aufwand, in Stunden gemessen, übersteigt fast immer die mögliche Ersparnis bei einer einzelnen Bestellung. Deshalb tun es die meisten Praxen nicht, obwohl sie wissen, dass es anderswo günstiger ist.

Genau diese Reibung nimmt ein Marktplatz weg. Nicht weil er bessere Preise bei den Lieferanten erzielt, sondern weil er auf einen Schlag sichtbar macht, was zuvor Wochen zum Zusammentragen brauchte.

Auf Oralzon liegen die Kataloge von Anbietern aus verschiedenen Ländern in derselben Suche. Wer ein Material sucht, sieht die verfügbaren Angebote nebeneinander, mit Preisen ohne Umsatzsteuer und damit vergleichbar.

Die Produktbeschreibungen sind in acht Sprachen übersetzt, und das bedeutet: Ein Angebot eines spanischen Lieferanten ist für einen polnischen Zahnarzt lesbar, ohne dass einer die Sprache des anderen sprechen muss.

Die Preise werden netto ausgewiesen, und das ist im gewerblichen Handel die richtige Vergleichsgrundlage. Eine Bruttoliste aus einem Land mit 21 % und eine aus einem Land mit 25 % lassen sich ohne Aufschlüsselung nicht vergleichen.

Der Satz ist zudem für einen Käufer ohne Umsatzsteuerbelastung ohne Bedeutung, und Bruttopreise zu zeigen würde den Vergleich zwischen Anbietern verschiedener Länder verzerren.

Das heißt nicht, dass der niedrigste Preis immer die richtige Wahl ist. Es heißt, dass man ihn sehen kann und entscheiden, ob die Konditionen den Unterschied rechtfertigen — was heute für die meisten Praxen nicht praktikabel ist.

Die Kenntnis des eigenen Marktes zählt als erste Information, nicht als einzige. Wer weiß, was derselbe Artikel in vier anderen Ländern kostet, verhandelt auch mit dem gewohnten Lieferanten anders.

Zusammengefasst: Die Preise schwanken zwischen nationalen Märkten aus strukturellen Gründen, der Suchaufwand übersteigt die Ersparnis bei einer einzelnen Bestellung, und das europäische Angebot auf derselben Seite nimmt diese Reibung weg, ohne etwas dafür zu verlangen.