Klasse-B-Autoklav: gesetzliche Anforderungen und Wartung

Warum die Norm EN 13060 den Klasse-B-Autoklav zur einzig geeigneten Wahl für die Zahnarztpraxis macht, und wie man eine Wartung plant, die dessen Zuverlässigkeit im Laufe der Zeit bewahrt.

Die technische Referenznorm für kleine Dampfsterilisatoren in Zahnarztpraxen ist die DIN EN 13060, die drei Klassen — N, S und B — je nach Luftentfernungskapazität und den Ladungstypen unterscheidet, die das Gerät behandeln kann. Klasse-N-Autoklaven ('naked solid products') handhaben nur lose feste Instrumente und eignen sich nicht für poröse, verpackte Materialien oder Hohlkörper wie Turbinen und Handstücke, da sie das korrekte Eindringen des Dampfs in diese komplexen Geometrien nicht garantieren. Klasse-S-Autoklaven decken einen von der Norm nicht standardisierten Mittelweg ab, mit vom einzelnen Hersteller definierten Eigenschaften.

Klasse-B-Autoklaven sind die einzigen mit einem fraktionierten Vakuumsystem ausgestatteten: Vor Beginn des Zyklus wird die Kammer mehrmals nacheinander entleert und gefüllt, wodurch auch die mikroskopischen Luftblasen entfernt werden, die in Hohlräumen und Poren der Instrumente eingeschlossen sind. Nur so kann der Dampf jede innere und äußere Oberfläche des Geräts erreichen, einschließlich der Hohlkanülen von Turbinen und Winkelstücken. Aus diesem Grund ist die Klasse B tatsächlich die einzig praktikable Wahl in einer Zahnarztpraxis: Sie handhabt gleichermaßen feste, poröse, verpackte Ladungen und Hohlkörper, mit Leistungen, die mit einer Krankenhausanlage vergleichbar sind, wenn auch in kompaktem Format.

Die Wartung eines Autoklavs ist keine aufschiebbare Option: Es handelt sich um ein Gerät, das täglich unter Druck und bei hohen Temperaturen arbeitet und einem natürlichen Verschleißprozess von Dichtungen, Ventilen und Vakuumpumpe unterliegt. Ein geplanter Wartungsplan umfasst typischerweise die periodische Entkalkung (grundlegend, wenn das Speisewasser nicht angemessen entmineralisiert ist, da Kalk eine der Hauptursachen für Pumpenausfälle ist), den Austausch der Türdichtungen, die Kontrolle der Magnetventile und die Überprüfung der Temperatur- und Drucksensoren. Der Hersteller legt im Maschinenhandbuch die Periodizität dieser Eingriffe fest, die von qualifiziertem technischem Personal durchgeführt werden müssen.

Neben der ordentlichen Wartung sieht die Norm ein System von Routinekontrollen vor, um zu überprüfen, dass jeder Zyklus tatsächlich die Sterilitätsbedingungen erreicht hat: Der tägliche Vakuumtest überprüft die Vakuumdichtheit der Kammer, der Bowie-Dick-Test (typischerweise alle vierzehn Tage) überprüft die Dampfdurchdringungsfähigkeit bei porösen Ladungen, und der Helix-Test überprüft speziell die Durchdringung von Hohlkörpern. Diese physikalischen Kontrollen ergänzen, ersetzen aber nicht die chemischen und biologischen Tests, die das tatsächliche Ergebnis der Sterilisation für jedes einzelne Instrument überprüfen.

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