Kieferorthopädische How-Zange gerade: wozu sie wirklich dient und wie man sie auswählt
Warum die How-Zange am kieferorthopädischen Stuhl am häufigsten zum Einsatz kommt, was die gerade von der gebogenen Ausführung unterscheidet und welche konstruktiven Details ein Instrument, das Jahre hält, von einem trennen, das nach Monaten Spiel bekommt.
Die How-Zange erkennt man an ihren abgerundeten, geriffelten Backen, kurz und flach an der Greiffläche. Sie ist das Instrument, mit dem der Bogen beim Ligieren gefasst und positioniert, Drahtligaturen eingesetzt und entfernt, Gummizüge und Hilfsteile gehandhabt und kleine Positionskorrekturen vorgenommen werden. Entscheidend ist die Riffelung: Sie hält einen dünnen, glatten Draht, ohne dass man ihn bis zur Verformung zusammendrücken müsste. Gegenüber einer Allzweckzange ist die How auf sicheren Griff bei geringer Kraft ausgelegt, und genau deshalb ist sie das Instrument, das während einer Sitzung am häufigsten in die Hand genommen wird.
Der Unterschied zwischen gerader und gebogener Ausführung ist praktischer, nicht hierarchischer Natur: Die gerade arbeitet gut im Frontzahnbereich und bei allen frontalen Manövern, wo der Zugang frei und die Sicht direkt ist; die gebogene erreicht den Seitenzahnbereich bequemer, da die Backenangulation unbequeme Handgelenkdrehungen erspart. Wer viel an den Frontzähnen arbeitet, verbraucht eher die gerade; wer vorwiegend Fälle mit Molarenbändern behandelt, nutzt häufiger die gebogene. Die meisten Praxen halten beide vor, und die gerade ist fast immer die zuerst angeschaffte.
Bei der Auswahl entscheiden drei Details über die Lebensdauer. Erstens der Stahl: Ein hochwertiger chirurgischer Edelstahl behält seine Riffelung und übersteht Autoklavzyklen ohne Korrosionsnarben, während minderwertiger Stahl matt wird und nach einigen Dutzend Sterilisationen den Griff verliert. Zweitens das Gelenk: Eine gut gefertigte Zange öffnet und schließt ohne seitliches Spiel, und Spiel ist der Mangel, der die Greifpräzision zuerst beeinträchtigt. Drittens die Backenpassung: Gegen das Licht bei geschlossener Zange betrachtet, müssen die Backen auf der gesamten Fläche aufeinanderliegen, ohne Spalt. Zur Pflege gilt die Regel, die die Standzeit am stärksten verlängert, banal und doch oft missachtet: vor dem Zyklus abspülen und trocknen, denn es sind eingetrocknete Desinfektionsmittelreste im Kontakt mit dem Stahl, die Korrosion auslösen, nicht der Autoklav selbst.
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