Sie suchen nach dem Markennamen und finden nichts: Das Problem ist das Wort, nicht der Katalog

In einer Praxis haben die Dinge eigene Namen. Sie werden nach Marke, aus Gewohnheit, manchmal nach einem hausinternen Spitznamen verlangt, und das funktioniert bestens, solange Menschen miteinander sprechen, die sich kennen.

In einem Katalog ändert sich das, denn die Suche vergleicht Ihre Eingabe mit dem Namen, den der Verkäufer dem Produkt gegeben hat. Stimmen die Wörter nicht überein, bleibt das Ergebnis leer, auch wenn das Produkt vorhanden ist.

Auf einem Marktplatz passiert das häufiger als in einem einzelnen Shop, weil die Verkäufer verschiedene Unternehmen sind und jedes seine Artikel auf eigene Weise benennt.

Die erste Regel lautet, mit weniger Wörtern zu suchen, nicht mit mehr. Eine lange, spezifische Suche schränkt zu stark ein und findet nichts; eine Suche aus ein oder zwei Wörtern findet zu viel, und von dort wird gefiltert.

Die zweite lautet, den generischen Produktnamen statt des Markennamens zu verwenden. Der beschreibende Begriff steht fast immer im Titel, während der Markenname nur in Produkten dieser Marke vorkommt.

Die dritte lautet, Singular und Plural zu probieren. Das klingt banal und erklärt einen erheblichen Teil der Leersuchen, weil der Abgleich textbasiert ist.

Die vierte lautet, die Spezifikationen wegzulassen. Suchen Sie Größe, Farbe und Gebinde gemeinsam, genügt eine abweichende Schreibweise von dreien, um die Ergebnisse auszulöschen: besser das Produkt suchen und dann die verfügbaren Varianten ansehen.

Die fünfte lautet, auf die Kategorien auszuweichen, wenn die Textsuche nicht hilft. Eine Kategorie zu durchblättern ist langsamer, zeigt aber Dinge, nach denen Sie nicht gesucht hätten, und in einem noch unbekannten Katalog ist es oft der effizientere Weg.

Auch die Umkehrung gilt, nämlich die Suche als Werkzeug der Entdeckung und nicht nur des Wiederfindens zu nutzen. Der generische Begriff einer täglich genutzten Kategorie zeigt, welche Verkäufer sie abdecken und zu welchen Preisen.

Ein letzter praktischer Punkt: Wenn Sie etwas suchen und nicht finden, muss es nicht fehlen. Bevor Sie schließen, der Katalog habe es nicht, lohnen sich mindestens zwei verschiedene Formulierungen.

Und wenn es wirklich fehlt, ist das eine nützliche Information für die Plattform. Ein Katalog wächst auch danach, wonach Menschen suchen und was sie nicht finden.

Eine Leersuche ist also nicht immer ein Fehlschlag. Manchmal ist sie der Weg, auf dem ein Produkt einige Monate später in den Katalog kommt.

Zusammengefasst: Die Suche vergleicht Ihren Text mit dem vom Verkäufer vergebenen Namen, weniger Wörter wirken besser als mehr, der generische Begriff schlägt den Markennamen, Singular und Plural liefern unterschiedliche Ergebnisse, und das Durchblättern der Kategorien ist der beste Weg, einen neuen Katalog kennenzulernen.