Einweg-Kopfstützenbezüge: die meistberührte und am schlechtesten desinfizierte Fläche

Die Kopfstütze des Behandlungsstuhls ist die Fläche, die im Lauf eines Arbeitstages mit den meisten Patienten in Berührung kommt — und diejenige, auf der die Desinfektion am schlechtesten wirkt.

Der Grund liegt im Material. Der Bezug hat eine Oberflächenstruktur, die Rückstände festhält, und die Nähte bilden Rillen, die das Tuch nicht erreicht. Die Flächendesinfektion erfasst die Ebene, nicht das Innere der Naht.

Es gibt ein zweites, weniger offensichtliches Problem: Alkoholische Desinfektionsmittel greifen den Bezug an. Über Monate mehrmals täglich aufgetragen, erzeugen sie Mikrorisse, die die Rückhaltefläche vergrößern — wiederholte Desinfektion verschlechtert also fortschreitend die Desinfizierbarkeit.

Sobald Risse auftreten, ist die Kopfstütze nicht mehr zuverlässig zu desinfizieren, und ein neuer Bezug kostet mehr als jahrelanger Einwegschutz.

Der Einwegschutz durchbricht diesen Kreis: Die Fläche kommt nie unmittelbar mit Haar, Haut oder Sekret in Kontakt, das Desinfektionsmittel entfällt bei jedem Patienten, und der Bezug hält so lange wie der Stuhl.

Bei der Wahl zählt vor allem der Halt. Ein Bezug, der während der Behandlung verrutscht, zwingt zum Nachrichten mit kontaminierten Handschuhen — also genau zu dem Griff, den man vermeiden wollte.

Der Halt hängt vom Schnitt ab, nicht vom Material. Haubenförmige Modelle mit umlaufendem Gummizug bleiben auch auf kleinen Kopfstützen sitzen; einfache Blattformen verrutschen bei der ersten Bewegung des Patienten.

Der zweite Parameter ist die Flüssigkeitsdichtigkeit. Ein Papierbezug saugt auf und lässt durch und hebt damit die Barrierefunktion genau dann auf, wenn sie gebraucht wird — bei einer Spülung oder nach einem Hustenstoß.

Brauchbare Produkte sind Papier-Polyethylen-Verbunde: Papier zum Patienten hin für den Komfort, Kunststofffolie zum Stuhl hin für die Barriere. Der Mehrpreis gegenüber reinem Papier beträgt wenige Cent.

Die Größe ist am Stuhlmodell zu prüfen, da Kopfstützen stark variieren. Ein zu kleiner Bezug lässt die Ränder frei — und genau dort liegt der Hinterkopf auf.

Die Wirtschaftlichkeit ist günstiger, als sie scheint. Die korrekte Desinfektion einer Kopfstütze — Auftragen, Einwirkzeit einhalten, Abnehmen — dauert etwa eine Minute. Bei zwanzig Patienten am Tag sind das zwanzig Minuten, jeden Tag.

Die Einwirkzeit ist der fast immer übergangene Punkt: Die meisten Mittel verlangen ein bis fünf Minuten feuchte Oberfläche, in der Praxis wird sofort trockengewischt. Eine halb durchgeführte Desinfektion ist eine Handlung ohne Ergebnis.

Zusammengefasst löst der Einweg-Kopfstützenbezug ein Desinfektionsproblem, das im Alltag ungelöst bleibt, schützt einen teuren Bezug und schafft Zeit zwischen den Patienten. Zu wählen ist er mit umlaufendem Gummizug und undurchlässigem Verbund: Das einfache Blatt leistet weder das eine noch das andere.