Die Bedeutung der professionellen Zahnreinigung
Warum subgingivaler Zahnstein zu Hause nicht entfernt werden kann, welche systemischen Erkrankungen mit schlechter Mundhygiene in Verbindung stehen, und wie man die richtige Frequenz der Kontrollen für jeden Patienten festlegt.
Selbst der bei der häuslichen Hygiene gewissenhafteste Patient kann Zahnstein, insbesondere subgingivalen, in den Interproximalräumen und an den lingualen Flächen der hinteren Zähne nicht allein entfernen: Genau dies sind die Bereiche, in denen sich der Biofilm am stillsten ansammelt, da sie für Zahnbürste und Zahnseide weniger zugänglich sind. Einmal mineralisiert, wird der Zahnstein zum idealen Substrat für bakterielles Wachstum, dessen Toxine das Zahnfleischgewebe chronisch reizen — ein Prozess, der ohne fachliches Eingreifen monate- oder jahrelang still fortschreitet, bevor er sich mit offensichtlichen Symptomen manifestiert.
Der Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und allgemeiner Gesundheit ist heute gut dokumentiert: Eine regelmäßige häusliche Hygiene kombiniert mit periodischen professionellen Mundhygienesitzungen schützt nicht nur vor Karies, Gingivitis, Parodontitis und Periimplantitis, sondern ist auch mit einem verringerten Risiko für systemische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Arthritis und Diabetes verbunden — Erkrankungen, bei denen die chronische Entzündung oralen Ursprungs eine, wenn auch nicht ausschließliche, von der medizinischen Literatur anerkannte Rolle spielt.
Die ideale Häufigkeit professioneller Hygienesitzungen ist nicht für alle Patienten gleich. Ein häufig angewandtes Kriterium zur Risikostratifizierung unterscheidet nicht anfällige Patienten — mit geringem Risiko für Zahnfleisch- oder Kariesprobleme, für die eine Kontrolle alle 6-12 Monate ausreichen kann — von anfälligen Patienten, die je nach individuellem Risikoprofil und Mitwirkung bei der häuslichen Hygiene in kürzeren Abständen einbestellt werden, üblicherweise alle 3-4 Monate. Bei Patienten mit Parodontitis in der Erhaltungsphase ist das 3-Monats-Intervall nicht willkürlich gewählt: Es spiegelt die Zeit wider, die pathogene Bakterien innerhalb parodontaler Taschen benötigen, um sich nach einer sorgfältigen Zahnsteinentfernung wieder in klinisch relevanter Menge zu organisieren.
Während der Sitzung ermöglicht die abschließende Kontrolle der Mundhöhle durch den Hygieniker neben der Entfernung von Plaque und Zahnstein oft die frühzeitige Erkennung noch asymptomatischer pathologischer Zustände — kleine initiale kariöse Läsionen, Bereiche mit Zahnfleischrückgang, frühe Entzündungszeichen —, die vor einer sorgfältigen Zahnsteinentfernung, wenn Plaque und Zahnstein den tatsächlichen Zustand des Gewebes noch verdecken, kaum sichtbar sind.
Bei Oralzon finden Sie die gesamte Ausstattung für die professionelle Hygiene — Zahnsteinentferner, Küretten, Pulverstrahlsysteme — sowie diagnostisches Material zur Bewertung des parodontalen und kariösen Risikos jedes Patienten.