Ansätze für die Luft-Wasser-Spritze: Rückfluss gibt es, und Einweg ist die einzige belegte Antwort
Die Luft-Wasser-Spritze ist das während einer Behandlung meistgenutzte Instrument und das in der Infektionskontrolle am wenigsten beachtete. Sie wird dutzende Male am Tag eingesetzt, oft ohne Nachdenken.
Das Problem ist belegt und betrifft den Rückfluss. Beim Loslassen des Knopfes fällt der Druck in der Leitung abrupt ab und kann Flüssigkeiten aus dem Arbeitsfeld in den Ansatz zurücksaugen — Speichel, Blut, Debris.
Bei wiederverwendbaren Ansätzen gelangt dieses Material in ein enges, langes Lumen, das sich schwer inspizieren und reinigen lässt. Untersuchungen sterilisierter Ansätze fanden organische Rückstände in einem nicht unerheblichen Anteil der Proben.
Die Sterilisation löst das Problem nicht, weil es kein Problem der Sterilität ist, sondern des Rückstands. Ein Lumen mit eingetrocknetem organischem Material kann steril sein und dieses Material dennoch mit dem ersten Wasserstrahl der nächsten Behandlung freisetzen.
Es ist dasselbe Prinzip, nach dem ein Instrument vor der Sterilisation gereinigt werden muss: Der Autoklav tötet Mikroorganismen, er entfernt nicht, was sie beherbergte. In einem Lumen von zwei Millimetern ist wirksame Reinigung technisch schwierig.
Der Einwegansatz beseitigt die Frage an der Wurzel, führt aber ein oft unterschätztes Auswahlkriterium ein: den Sitz der Verbindung. Ein Ansatz, der nicht fest sitzt, verliert Druck, und ein schwacher Strahl verlängert jeden Arbeitsschritt.
Druckverlust erkennt man an einem Luftstrahl, der in drei Sekunden nicht trocknet, und an einem schlecht zerstäubenden Spray. Kein auffälliger Mangel, aber hundertfach am Tag verändert er den Arbeitsrhythmus.
Die besseren Ansätze haben einen starren Innenkörper, häufig aus Metall, und eine Kunststoffhülse für die Dichtigkeit. Vollständig aus Kunststoff gefertigte kosten weniger, verformen sich aber unter Druck, und die Verformung verschlimmert sich nach wenigen Sekunden Gebrauch.
Die Trennung der Luft- und Wasserkanäle im Ansatz ist das zweite Merkmal eines brauchbaren Produkts. Zwei unabhängige Kanäle, die sich erst am Austritt treffen, erzeugen ein feines, steuerbares Spray; ein einzelner Kanal erzeugt unregelmäßige Wasserstöße.
Der Unterschied zeigt sich beim Spülen einer Kavität vor dem Adhäsiv, wo gleichmäßige Zerstäubung nötig ist und kein Strahl, der das Material verschiebt.
Die Wirtschaftlichkeit ist im Ganzen zu betrachten. Ein Einwegansatz kostet wenige Cent; die Zeit für Reinigung, Verpackung und Sterilisation eines wiederverwendbaren, multipliziert mit der Zahl der Behandlungen, übersteigt diesen Betrag deutlich — abgesehen davon, dass das Ergebnis unsicher bleibt.
Manche Systeme bieten einen Mittelweg: wiederverwendbarer Ansatz mit Einweghülle. Das funktioniert, wenn die Hülle das gesamte Lumen abdeckt, nicht nur die Außenseite. Erreicht der Rückfluss den Körper unter der Hülle, entfällt der Vorteil.
Der Einwegansatz ist somit die einfachste Antwort auf ein reales, belegtes Problem. Bei der Wahl zählen Sitz der Verbindung und Kanaltrennung: Sie unterscheiden einen Ansatz, der arbeitet, von einem, der nur vorhanden ist.