Abnehmbare Stümpfe: Das Spiel des Pins ist der Fehler, der sich über jedes Glied vervielfacht

Das Arbeitsmodell mit abnehmbaren Stümpfen erlaubt, den Rand rundum zu bearbeiten und den Stumpf exakt zurückzusetzen. Der zweite Teil wird als selbstverständlich genommen, und dort schleicht sich der Fehler ein.

Jedes Repositioniersystem hat eine Toleranz. Ein Stumpf, der mit zwanzig Mikrometern Spiel zurückkehrt, überträgt diese Ungenauigkeit auf die Restauration, und bei einer Einzelkrone ist das hinnehmbar.

Bei einer viergliedrigen Brücke, mit vier Stümpfen und jeweils eigenem Spiel, verbinden sich die Fehler. Das Gerüst kann sich als nicht passiv erweisen, obwohl es auf jedem Stumpf korrekt aufgebaut wurde.

Es ist eine der Erklärungen für das, was der Behandler als nicht sitzende Brücke wahrnimmt: Jede Krone für sich passt, gemeinsam jedoch nicht.

Systeme mit einem Pin sind die einfachsten und am wenigsten stabilen, weil der Stumpf um den Pin rotieren kann. Man gleicht das durch eine ebene, breite Auflagefläche aus, doch die Rotation bleibt möglich, sobald diese Auflage verschlissen ist.

Doppelpin-Systeme schließen die Rotation konstruktiv aus: Zwei Punkte definieren eine Achse. Sie sind eben deshalb der Standard für ausgedehnte Arbeiten.

Pins mit nicht rundem Querschnitt — quadratisch oder genutet — erreichen dasselbe mit einem einzigen Element und sind dort nützlich, wo der Platz zwei Bohrungen nicht zulässt.

Pinlose Systeme nutzen stattdessen eine Präzisionsfräsung der Stumpfbasis, die in eine entsprechende Aufnahme greift. Sie beseitigen das mechanische Spiel des Pins und sind die genauesten, verlangen aber eigene Ausstattung.

Beim Bohren der Löcher geht die Genauigkeit verloren. Eine nicht zu den übrigen parallele Bohrung zwingt den Stumpf, unter Zwang zu sitzen, und dieser Zwang weitet die Bohrung fortschreitend, bis Spiel entsteht.

Das Pinbohrgerät mit Parallelometer gibt es dafür, und die freihändige Alternative erzeugt Löcher, die parallel scheinen und es nicht sind.

Der Silikonschlüssel um die Stümpfe ist die einfachste Kontrolle und wird selten genutzt. Auf dem ungeteilten Modell gefertigt, erlaubt er jederzeit zu prüfen, ob zurückgesetzte Stümpfe die Ausgangslage einnehmen.

Der Sockelgips ist mit einer Expansion zu wählen, die zu jener der Stümpfe passt. Verschiedene Materialien dehnen sich verschieden aus, und die Differenz führt dazu, dass Stümpfe nach dem Abbinden nicht mehr genau zurückkehren.

Zusammengefasst: Doppelpin oder nicht runder Pin gegen Rotation, parallele Bohrungen mit eigener Ausstattung, verträgliche Gipse für Sockel und Stümpfe, und ein Silikonschlüssel zur Kontrolle. Bei einer Einzelkrone wird das Spiel toleriert; bei einer weitspannigen Brücke summiert es sich.